Bürgerstiftung Dülmen
Überblick für die Jahre 2011/2012
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Projekte und Maßnahmen
Aktion Bücherkiste für die Dülmener Kindergärten
Kauf und Bereitstellung von Bücherkisten für alle Dülmener Kindergärten, die im zeitlichen Turnus zwischen den Kindergärten getauscht und den Kindern und Eltern zum Lesen zur Verfügung gestellt werden. Intention dabei ist, die Kinder zum Hören und Zuhören und somit in ihrer Sprachentwicklung zu fördern. Lesepaten lesen in den Kindergärten vor.
Eltern sollen motiviert werden, ihren Kindern vorzulesen.
Abenteuer Lesen
Stadtbücherei und Bürgerstiftung führen das Projekt fort. Vorschlag der Bürgerstiftung, dieses Projekt auch in die Kindergärten zu tragen, um Eltern von Vorschulkindern zum Vorlesen zu motivieren. Durch die Begegnung mit Autor und Text kommt es zur Förderung des Leseerlebnisses und die Heranführung an das Buch und das selbständige Lesen. Ein Kooperationsprojekt der Bürgerstiftung mit den Grundschulen in Dülmen.
Wir gehen nicht unter
Wassergewöhnung für Schüler des 1. Jahrgangs für Kinder mit Migrationshintergrund und aus sozial schwachen Familien außerhalb der Unterrichtszeit. Das Projekt wird durch die Bürgerstiftung drei Jahre lang gefördert (Kooperationsschule: Paul-Gerhard-Schule).
Klasse 2000 Stark und gesund in der Grundschule
Das Programm zur Gesundheitsförderung, Suchtvorbeugung und Gewaltprävention wird im dritten Jahr in den Jahrgängen eins bis vier in jeweils einer Klasse fortgeführt. Es begleitet die Kinder vom 1.- 4. Schuljahr und vermittelt Lebens- und Sozialkompetenz und vermittelt Gesundheits- und Körperwissen (Kooperationsschule: Paul-Gerhard-Schule).
Ab dem neuen Schuljahr 2011/2012 ist den neun Grundschulen Dülmens dieses Projekt angeboten worden, die dieses mit Interesse angenommen haben.
♦ Informationen zum aktuellen Stand des Projekts
Erwachsen werden
Fortführung des Projekts für Pädagogen aller Schulen in Dülmen. Ein an Pädagogen gerichtetes Trainingsprogramm für vorbeugendes, altersgerechtes Konfliktmanagement im Schulalltag, Gewaltprävention und Stärkung der Persönlichkeit der Kinder.
♦ Informationen zum Projekt "Erwachsen Werden"
Herbstakademie „aha 2011”: forschen-entdecken-präsentieren
Eine Veranstaltung A.v.D. Gymnasiums für die Jahrgangsstufen 6 und 7 zum Zweck der Motivationssteigerung für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Der Vortrag eines Hochschulprofessors kindgerecht und sachgerecht zu entsprechenden Themen ist Bestandteil der Herbstakademie. Besuche in wissenschaftlichen und forschungstechnischen Einrichtungen der Hochschulen sind Ergänzungen der Thematik der jeweiligen Herbstakademie. An einem Präsentationstag werden die Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops vorgestellt. Die teilnehmenden Schüler/innen erhalten Zertifikate.
Trainerausbildung im Hochseilgarten
Einüben und Erlernen von sozialen Kompetenzen: Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft, Einordnen in die Gemeinschaft, Vertrauen, Selbstvertrauen. Bürgerstiftung und Kardinal-von-Galen-Hauptschule. Ausbildung von drei Kollegen zu Trainern.
Musikschule
Stipendium für eine qualifizierte und begabte Musikschülerin, um diese zu fördern und ihr eine musikalische Entwicklung zu ermöglichen.
Ensemblestipendium
Ausbildung zu Seniorenbegleitern
Kreatives und künstlerisches Gestalten
Ein Projekt mit Bewohnern des betreuten Wohnens des Heilig-Geist-Stiftes.
Hospizfond
Förderung und Unterstützung der Dülmener Hospizeinrichtungen
Geschwister-Bölling-Sozialstiftung
Finanzielle Unterstützung Dülmener Bürger in finanziellen Notlagen.
Aktionstag der Initiative Bürgerstiftungen (Juni 2011)
Die Bürgerstiftung Dülmen nimmt mit dem Projekt „Aktion Bücherkiste in allen Kindergärten Dülmens" bundesweit im Sommer teil. Bundesweit werden die Projekte im Internet vorgestellt.
Jubiläumsquiz
Quiz für alle Dülmener Bürger zur Geschichte Dülmens anläßlich der 700 Jahrfeier der Stadt Dülmen.
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Von der Bürgerstiftung Dülmen geförderte Projekte
| Die Bürgerstiftung Dülmen hat zu Beginn ihrer Tätigkeit einen Schwerpunkt in der Jugendarbeitgesetzt. Hierfür wurden in den ersten Jahren des Bestehens erhebliche Mittel aus dem Spendenaufkommen bereitgestellt. Für einen späteren Zeitraum ist eine Ausweitung und Verlagerung der Tätigkeitsschwerpunkte auf andere Förderzwecke gemäß Satzung geplant. Anträge auf Förderung können von Institutionen, aber auch von Privatpersonen gestellt werden. |
--> Förderkriterien als PDF-Datei (Download)
Übersicht der bisher wichtigsten Projekte der Bürgerstiftung Dülmen:
Erwachsen Werden (Lions Quest)
--> Kurzinformation zum Projekt "Erwachsen Werden"
Zu den Bildern und Szenen aus Seminaren und Unterricht:
Bilder aus Seminar und Unterricht
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- Klasse 2000
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- Aktion Bücherkiste
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- Wir gehen nicht unter
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- Abenteuer Lesen (alljährlich)
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- Herbstakademie
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- Trainerausbildung im Hochseilgarten
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- Ausbildung Seniorenbegleiter
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- Kunsttherapeutisches Projekt
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- Kinder-Uni
Abenteuer Lesen (alljährlich)
Eine Veranstaltungsreihe der Stadtbücherei Dülmen mit Lesungen von Autoren der Kinder-und Jugendbuchliteratur. Je zwei Lesungen für Schüler Dülmener Schulen.
Durch die unmittelbare Begegnung mit Autor und Text wird das Leseerlebnis gefördert.
Kunsttherapeutisches Projekt
Ein Projekt zur Stärkung der Kommunikationsfähigkeit Demenz bedrohter Menschen durch Belebung ihrer kreativen Eigenkräfte. Mit kunsttherapeutischen Mitteln sollen kreative Eigenkräfte geweckt und die Betroffenen zur Teilhabe in der Gruppe motiviert werden, um Orientierungsverlust, Selbstentfremdung, Isolation und anderen Begleitsymptomen entgegenzuwirken. Zusammenarbeit von Altenhilfezentrum, Frau Legat als kunsttherapeutischer Fachkraft und der Bürgerstiftung.
ab 2009 Erweiterung und Neuorientierung des Konzepts:
Fortbildungsangebot für Sozialdienstmitarbeiter/innen und Pflegekräfte stationärer Altenhilfeeinrichtungen zum Thema "Erarbeitung, Durchführung und Reflexion einer kunst-und kreativtherapeutischen Projekteinheit mit demenziell veränderten Menschen.
Siehe dazu:
Bericht und Bilder der Dülmener Zeitung vom 06. März 2009
Bericht und Bilder der Dülmener Zeitung vom 02. August 2008
Flyer zum Kunstprojekt
Kinder-Uni
Eine Vorlesungsreihe von Hochschullehrern verschiedener Universitäten für Kinder von 8-12 Jahren zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Themen alltagstauglich, sachgerecht und kindgerecht aufbereitet.
Zusammenarbeit: Clemens-Brentano-Gymnasium, Dülmener Zeitung, Bürgerstiftung Dülmen.
Klasse 2000 (ab 2009)
Ein Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Es begleitet die Kinder vom 1-4 Schuljahr. Klasse 2000 vermittelt Lebens- und Sozialkompetenzen, Gesundheits- und Körperwissen sowie eine positive Einstellung zur Gesundheit.
Zusammenarbeit: Paul-Gerhardt Schule und Bürgerstiftung Dülmen
--> Kurzinformation zum Projekt Klasse 2000
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Das Projekt ERWACHSEN WERDEN an Dülmener Schulen
Ziele des Projekts bzw. des Engagements
Unmittelbar nach der Gründung der Bürgerstiftung Dülmen wurde im Vorstand und im Stiftungsrat lange, ausführlich und sorgfältig über denkbare Projekte für die Bürgerstiftung diskutiert, wobei sich mehrere Kriterien herauskristallisierten, die vorrangig an die zu fördernden Projekte anzulegen sind:
Die von der Bürgerstiftung geförderten Projekte müssen demnach
- dem Gemeinwohl der Dülmener Bürger dienen,
- von nachhaltiger Wirkung sein,
- mit den verfügbaren Mitteln auf absehbare Zeit zu leisten sein,
- grundsätzlich der Hilfe zur Selbsthilfe dienen,
- außerhalb des Aufgabenbereichs anderer Einrichtungen liegen.
Anders als bei den meisten übrigen Vorschlägen schienen nach intensiver Prüfung bei dem auch von den deutschen Lions geförderten Projekt „Erwachsen Werden“/“Lions Quest“ alle diese Anforderungen erfüllt. Es handelt sich um ein Programm, bei dem Lehrer an weiterführenden Schulen dafür ausgebildet werden, mit all den Herausforderungen behutsam und sachgerecht umgehen zu können, mit denen Kinder und Jugendliche heute konfrontiert werden. Das Programm versucht, den sozialen Gefährdungen und Fehlentwicklungen bei Kindern und Jugendlichen und den daraus entstehenden Konflikten durch ein altersgerechtes, vorbeugendes und nachhaltig wirksames Training entgegenzuwirken. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet (Prof. Hurrelmann/Uni Bielefeld), und alle bisher vorliegenden Untersuchungen und Rückmeldungen weisen eine außerordentlich hohe Akzeptanz, Zufriedenheit und Wirksamkeit aus.
Welche gesellschaftlichen Probleme oder Fragen greift das Projekt auf?
Das Programm versucht, durch frühe Einflussnahme im schulischen Bereich vorbeugend zu wirken gegen Aggression, Gewalt, Drogenkonsum, Rassismus, Jugendkriminalität, Diskriminierung, Mobbing, aber auch Gleichgültigkeit, Orientierungs- und Wertemangel, Motivationsarmut. Kurz gesagt bedeutet dies: Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung so zu stärken, dass sie „nein“ sagen können zu all den Gefährdungen und Ansinnen, die nicht in ihrem eigentlichen Interesse von Autonomie und Selbstbestimmung liegen.
Wie können andere von dem Engagement profitieren?
Die Idee, mit einem größeren Wurf zu beginnen, nach Möglichkeit alle weiterführenden Schularten in der Stadt in das Programm einzubinden und damit alle ca. 600 Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Jahrgangsstufe 5 zu erreichen, nahm schnell Gestalt an. Sie wurde den Schulleitungen und Schulkonferenzen der Schulen vorgetragen und fand schnell eine unerwartet hohe Akzeptanz: alle sieben weiterführenden Schulen in der Stadt Dülmen - drei Hauptschulen, zwei Realschulen und zwei Gymnasien - waren bereit, sich schon im ersten Jahr zu beteiligen. Die Vorbereitungen und notwendigen Absprachen für die Durchführung des ersten Seminars im Jahr 2001 wurden getroffen, und gleich im ersten Jahr wurden ca. 25 Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet, in der Regel die Klassenlehrer/-innen der zu betreuenden Jahrgangsstufe 5.
Von dem Engagement der Bürgerstiftung profitieren inzwischen ca. 1800 Schülerinnen und Schüler am Schulstandort Dülmen, die mit den Inhalten, Ansätzen und Methoden des Programms vertraut gemacht wurden und das Gelernte in ihrem täglichen Zusammenleben nicht immer, aber doch mit merklichem Erfolg umsetzen. Die Breitenwirkung des Programms ist auch durch die Einbeziehung der Eltern beträchtlich.
Die Nachfrage aus benachbarten Kommunen nach Ausbildungsplätzen in den Seminaren für Lehrer wie auch die Verbreitung des Programms durch die Entstehung ähnlicher Initiativen z. B. in der benachbarten Kreisstadt Coesfeld können als Indikator für die Wertschätzung des Programms gesehen werden.
Die Bezirksregierung Münster zeigt großes Interesse an dem Konzept und hat bereits im letzten Jahr damit begonnen, die Auffrischungsseminare durch Freistellung der Trainerin und durch Integration in ihr eigenes Fortbildungsangebot zu unterstützen. Damit tritt der durchaus bemerkenswerte Effekt ein, dass öffentliche Träger sich aus einer privat initiierten Maßnahme nicht etwa zurückziehen, sondern sich einklinken und eigene Beiträge leisten.
Inwiefern leistet das Programm einen Beitrag zur Bildung in Deutschland?
Das Programm ist vorrangig auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet. Da Schülerinnen und Schüler heute nach dem Ausweis aller einschlägigen Untersuchungen und Studien einen hohen Bedarf an Unterstützung und Anleitung in allen weiter oben genannten Bereichen aufweisen, kann gerade dieses Programm notwendige Voraussetzungen für eine verbesserte Bildung schaffen.
Welche Aspekte des Engagements sind innovativ und können Vorbildcharakter für andere Projekte bzw. Vereine haben?
Das Konzept „Erwachsen werden“ existiert seit vielen Jahren und ist somit nicht neu. Innovativ ist der Ansatz der Bügerstiftung Dülmen insofern, als er nicht auf die Initiative und das Interesse einzelner Lehrerinnen und Lehrer setzt, sondern eine ganze Kommune und alle Schülerinnen und Schüler mehrerer Jahrgänge erfasst und für ein stabiles, längerfristig und nachhaltig wirksames Engagement sorgt. Der Ansatz von wiederkehrenden Ausbildungsseminaren, Rückkopplungsveranstaltungen zum Erfahrungsaustausch der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sowie Nachfragen und Umfragen bei den beteiligten Schulen soll die Qualität und Wirksamkeit belegen und sichern helfen.
Außerdem hat sich bereits jetzt erkennbar die Kommunikation, der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Schulen und vor allem auch zwischen Lehrerinnen und Lehrern unterschiedlicher Schulformen merklich verbessert.
Welche Erfolge hat das Projekt bzw. das Engagement vorzuweisen?
Die Umsetzung der in den Seminaren erworbenen Kompetenzen und Methoden war von Anfang an überaus erfolgreich. So weisen es jedenfalls die Nachfragen und Umfragen bei den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern sowie bei den Schulleitungen aus. Inzwischen ist das Projekt im achten Jahr angelangt. Mit der Teilnahme an den Seminaren sind nunmehr weit Ÿber 100 Lehrerinnen und Lehrer an Dülmener Schulen ausgebildet worden. Für einen von Teilnehmern angeregten und auch von uns zur Qualitätssicherung und Evaluation als wünschenswert angesehenen Erfahrungsaustausch wurde jeweils nach ca. einem dreiviertel Jahr ein Folge- und Austauschseminar angeboten. Alle Schulen nehmen auch acht Jahr nach dem Start weiter an dem Projekt teil und stellen in den meisten Fällen eine zusätzliche Stunde in der Jahrgangsstufe 5 für die Durchführung bereit. Inzwischen ist das Programm fester Bestandteil des Schulprogramms an allen beteiligten Schulen.